Ein Tag an der Stage School

Von Sara

Einen ganz normalen Tag an der Stage School gibt es eigentlich nicht.


Du kommst in die Schule und wirst von Stimmwirrwarr begrüßt. Hinter dem alten Empfangstresen dehnen sich zwei Mädels, am Cola-Automaten lehnt einer der Schüler und lacht in sein Handy, aus den Tanzräumen dröhnen Musik und energische „Eins, zwei, drei, vier, eins…“-Rufe und auf den Bänken wird gelesen oder noch schnell ein Brötchen verdrückt.


Du bahnst dir deinen Weg durch dieses Gebrabbel, rein in die Umkleide, in der noch kurz eine Steppchoreografie wiederholt und ein letzter Blick aufs Outfit geworfen wird. Aus den Räumen kommen so langsam – völlig verschwitzt, lachend und diskutierend- die ersten Schüler.

 

Allein schon dieses Ankommen gehört für mich zu einem Tag an der Stage School dazu und ist irgendwie zum festen Bestandteil meiner Samstage geworden.

Das Durcheinander im Flur ordnet sich dann langsam in den einzelnen Unterrichtsräumen und draußen wird es ruhiger. Nachdem alle Mitschüler( die übrigens GANZ schnell zu tollen Freunden werden)ausführlich begrüßt wurden, beginnen im Schauspiel Übungen wie: Deine Stirn führt dich, achte darauf was sich in deinem Körper und an deinem Verhalten verändert. Oder: Du hast ein Ziel auf das du zugehst, finde auf halbem Weg einen Grund umzudrehen oder weiterzugehen. 


Aus diesen Übungen habe ich schon so viel gelernt, es geht darum den eigenen Weg zu finden die Aufgabe umzusetzen. Sich der Aufgabe öffnen, nicht viel darüber nachdenken, das ist wichtig. Den Impulsen folgen- was kommt, das kommt und ‚falsch‘ gibt es nicht!

Nach eineinhalb Stunden Unterricht und einer kleinen Pause geht es rüber zum Gesang. Alle stürzen sich auf das schöne, weiche, entspannende Sofa, aber lange Zeit zum sitzen ist sowieso nicht. „ Alles aufstehen, kommt!“ Damit ist das geplante Nickerchen schon gestrichen. Zunächst wärmst du deine Stimme mit verschiedenen Stimmübungen auf, die ganze Gruppe summt zum Beispiel Tonfolgen oder es werden einzeln kleine Übungen gemacht. Nach einer guten halben Stunde wird so richtig gesungen. An Stücken wie „Goodnight Sweetheart“, „ Honey, Honey“(Mama Mia) oder „ A whole new world“(Aladin) wird mit der Gruppe gearbeitet und verschiedene Stimmen werden geübt und verteilt. Anschließend ist meistens noch Zeit für einige Solos (unbedingt Noten mitbringen), und hier gilt: wer zuerst kommt, malt zuerst. 

 

Im Unterricht (egal ob Schauspiel, Gesang oder Tanz) geht es darum, dass du etwas für DICH lernst, und wenn du ein Solo singen, oder eine Übung machen willst, dann ist es keineswegs negativ als erstes aufzuspringen, wenn danach gefragt wird!